Jelly Vinyl nähen – meine besten Tipps
|Werbung| Jelly Vinyl nähen Tipps habe ich mir ehrlich gesagt erst nach und nach erarbeitet. Als ich das Material zum ersten Mal in der Hand hatte, war ich zwar sofort verliebt in den halbtransparenten Look, aber beim Nähen musste ich ein bisschen herumprobieren.
Mittlerweile habe ich einige Projekte aus Jelly Vinyl genäht und dabei ein paar Tricks gesammelt, die euch das Arbeiten deutlich leichter machen. Das Material ist zwar robust und franst nicht aus, aber ein paar kleine Anpassungen beim Nähen machen wirklich einen großen Unterschied.
Hier kommen also meine persönlichen Tipps aus der Praxis.
Jelly Vinyl nähen Tipps zum Zuschneiden
Beim Zuschneiden arbeite ich am liebsten auf einer Schneidematte mit Lineal und Fingermesser. Damit lassen sich gerade Kanten sehr sauber schneiden. Gerade bei Vinyl sieht man kleine Ungenauigkeiten nämlich sofort.
Wenn ihr sehr präzise Rundungen braucht, lohnt sich außerdem ein Eckenstanzer. Damit bekommt ihr schöne gleichmäßige Rundungen – und das sieht bei Taschen oder Etuis einfach viel professioneller aus.
Ein zusätzlicher Vorteil: Jelly Vinyl lässt sich nicht nur schneiden, sondern auch sehr gut mit Schneidemaschinen schneiden.
Jelly Vinyl nähen Tipps zum Fixieren
Stecknadeln sind bei Vinyl keine gute Idee. Die Einstiche bleiben nämlich dauerhaft sichtbar.
Ich arbeite deshalb immer mit Stoffklammern oder Wonder-Tape. Besonders beim Einnähen von Reißverschlüssen ist Wonder-Tape wirklich Gold wert. Der Reißverschluss bleibt genau da, wo er sein soll, und ihr könnt viel entspannter nähen.
Jelly Vinyl nähen Tipps zu Nadeln und Garn
Bei Jelly Vinyl haben sich bei mir Universalnadeln oder Microtex-Nadeln bewährt. Meistens verwende ich eine 70er oder 80er Nadel.
Auch beim Garn lohnt sich Qualität. Ein gutes Nähgarn sorgt für ein sauberes Stichbild und gleichmäßige Nähte. Gerade bei Materialien wie Vinyl sieht man jede Naht sehr deutlich.
Jelly Vinyl nähen Tipps für das perfekte Stichbild
Eine etwas längere Stichlänge funktioniert bei Vinyl deutlich besser als eine kurze. Ich nähe meistens mit einer Stichlänge zwischen 3 und 3,5 mm.
Ein Anti-Haft-Fuß hilft außerdem sehr. Der Nähfuß gleitet über das Material, statt daran hängen zu bleiben. Dadurch wird der Stoff gleichmäßiger transportiert und das Stichbild wird deutlich sauberer.
Auch ein Obertransporteur kann beim Nähen von Jelly Vinyl sehr hilfreich sein. Gerade bei mehreren Lagen sorgt er dafür, dass Ober- und Unterstoff gleichmäßig transportiert werden. Das verhindert, dass sich die Lagen gegeneinander verschieben.
Falls ihr weder einen Anti-Haft-Fuß noch einen Obertransporteur habt, gibt es noch einen kleinen Trick aus der Praxis: Legt einfach ein Stück Küchenpapier unter das Jelly Vinyl und näht darüber. Das Papier sorgt dafür, dass der Stoff besser transportiert wird. Danach könnt ihr das Küchenpapier ganz einfach wieder wegreißen.
Jelly Vinyl nähen Tipps beim Wenden
Wenn ihr beim Wenden merkt, dass sich das Material etwas sperrt, gibt es einen einfachen Trick: kurz mit dem Föhn erwärmen. Das Vinyl wird dadurch etwas weicher und lässt sich viel leichter in Form bringen.
Fazit
Jelly Vinyl zu nähen ist eigentlich gar nicht kompliziert, wenn man ein paar Dinge beachtet. Mit der richtigen Stichlänge, passenden Nadeln und ein paar kleinen Tricks beim Zuschneiden und Fixieren lassen sich wirklich tolle Projekte umsetzen.
Wenn ihr noch Inspiration sucht, schaut euch auch meine bereits umgesetzten Projekte mit Jelly Vinyl weiter unten an.
Habt viel Spaß beim Nähen und Experimentieren!
Eure Judith
Projektinformationen
Projektnummer 293






