Fingermesser Test – mit oder ohne Drehklinge?
|Werbung| Ein Fingermesser Test stand schon länger auf meiner Liste. Beim Nähen und Zuschneiden arbeite ich nämlich ziemlich oft mit Fingermessern – vor allem wenn ich Schnittmuster aus Papier ausschneide oder Materialien wie Jelly Vinyl oder Kunstleder zuschneide.
Deshalb wollte ich wissen: Ist ein Fingermesser mit Drehklinge besser oder reicht auch ein Modell mit fester Klinge?
Ich habe mir dafür meine beiden Fingermesser von Fiskars geschnappt. Eines mit Drehklinge und eines ohne. Getestet habe ich beide Messer an verschiedenen Materialien und mit unterschiedlichen Schnittformen.
Fingermesser Test – gerade Linien schneiden
Für den ersten Test habe ich mir ein Stück Jelly Vinyl genommen und eine gerade Linie entlang eines Lineals geschnitten. Hier hat das Fingermesser ohne Drehklinge eindeutig besser funktioniert. Die feste Klinge blieb stabil am Lineal und ich konnte die Linie sehr präzise schneiden.
Beim Fingermesser mit Drehklinge ist die Klinge immer wieder leicht vom Kurs abgekommen.
Gerade wenn ihr viel mit Lineal arbeitet und Materialien exakt zuschneiden möchtet, ist ein Fingermesser ohne Drehklinge deshalb wirklich praktisch.
Fingermesser Test – Kurven schneiden
Danach wollte ich wissen, wie sich die Messer bei Kurven verhalten.
Hier zeigte sich ziemlich schnell der Vorteil der Drehklinge. Das Fingermesser mit Drehklinge folgt Rundungen viel leichter, weil sich die Klinge automatisch mitdreht.
Man muss das Messer weniger stark bewegen und kann Kurven deutlich entspannter schneiden.
Fingermesser Test – kleine Formen ausschneiden
Zum Schluss habe ich noch einen kleinen Test mit Papier gemacht. Dafür habe ich zwei kleine Herzen aufgezeichnet und ausgeschnitten.
Und hier sprechen die Ergebnisse eigentlich für sich. Beim Ausschneiden dieser kleinen Formen lag das Fingermesser mit Drehklinge klar vorne.
Die bewegliche Klinge kommt mit engen Rundungen einfach besser zurecht.
Meine Erfahrung mit Fingermessern
Nach meinem Test kann ich ehrlich gesagt nicht sagen, dass eines der beiden Fingermesser grundsätzlich besser ist.
Es kommt wirklich stark darauf an, wofür ihr das Werkzeug verwenden möchtet.
Für gerade Schnitte entlang eines Lineals gefällt mir das Fingermesser ohne Drehklinge besser. Für Kurven, Rundungen oder kleine Formen ist dagegen das Fingermesser mit Drehklinge deutlich angenehmer.
Ich bin deshalb ziemlich froh, dass ich beide Varianten habe.
Ich nutze sie vor allem zum Ausschneiden von Schnittmustern aus Papier oder Kartonpapier und zum Zuschneiden von Materialien wie Jelly Vinyl oder Kunstleder.
Verarbeitung und Handhabung
Was mir bei beiden Fingermessern außerdem gut gefällt: Sie liegen wirklich angenehm in der Hand.
Die Messer sind sowohl für Links- als auch für Rechtshänder geeignet und lassen sich sehr intuitiv verwenden.
Auch die Klingen lassen sich ganz einfach austauschen. Die Verarbeitung wirkt hochwertig und stabil, sodass die Messer einen sehr guten Eindruck machen.
Fazit
Ob ein Fingermesser mit oder ohne Drehklinge besser ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Varianten haben ihre eigenen Stärken.
Für gerade Schnitte ist das Fingermesser ohne Drehklinge ideal. Für Kurven und kleine Formen spielt das Modell mit Drehklinge seine Vorteile aus.
Wenn ihr regelmäßig Schnittmuster ausschneidet oder Materialien wie Jelly Vinyl zuschneidet, kann es sich deshalb wirklich lohnen, beide Varianten im Werkzeugkasten zu haben.
Und jetzt bin ich neugierig:
Welches Fingermesser würde besser zu euch passen – mit oder ohne Drehklinge?
Pfiet’enk und viel Spaß beim Selbermachen!
Eure Judith
Projektinformationen
Projektnummer 298




